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Ingo Bertram

Internationaler Versand: Das sagen deutsche Versandhändler (Umfrage)

Verfasst von: | Keine Kommentare
Kategorie: Hermes Aktuell, Technologie & Innovation, Transport & Logistik


Die Internationalisierung des Versandhandels gilt als derzeit stärkster Trend im E-Commerce. Befeuert durch die neue EU-Verbraucherrechterichtlinie (VRRL), in Deutschland seit dem 13. Juni 2014 in Kraft, soll der europäische Markt weiter harmonisiert und der grenzüberschreitende Handel gefördert werden. Doch wie schätzen deutsche Versandhändler diese Neuerungen ein? Wird der internationale Versand davon profitieren? Und wie stark ist der grenzüberschreitende Warenverkehr schon heute?

Ende Mai 2014 sind wir in einer Umfrage unter Shopbetreibern genau diesen und weiteren Fragen nachgegangen. Auf Basis dieser Ergebnisse verrät unsere Infografik, wie deutsche Versandhändler aktuell beim Versand ins Ausland aufgestellt sind und wie sie die weitere Entwicklung einschätzen:

Umfrage zum internationalen Versand

Erhöhte Versandkosten werden kritisch gesehen

Bereits die Grafik zeigt, dass im internationalen Versand noch viel Luft nach oben ist. Dennoch sind rund 3 von 5 befragten Händlern derzeit unschlüssig, ob sie ihr Auslandsgeschäft ausbauen wollen – oder haben sich bereits gegen eine Internationalisierung entschieden.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits erscheint vielen Händlern das Retourenhandling beim internationalen Versand zu komplex (26,5 %). Andererseits fürchten Shopbetreiber länderspezifische Besonderheiten, etwa bei Versand und Payment (ebenfalls 26,5 %). Zollgebühren sind für 42,2 % ein Argument gegen die Internationalisierung. Sorgen machen sich die befragten Shopbetreiber aber vor allem aufgrund der erhöhten Versandkosten: 71,1 % sehen in ihnen die vermeintlich größte Hürde für ein erfolgreiches Auslandsgeschäft.

Frank Iden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hermes Logistik Gruppe Deutschland, lässt dieses Argument nur bedingt gelten: „Der logistische Aufwand ist bei Sendungen ins Ausland ungleich größer – und das muss entsprechend bezahlt werden. Dem internationalen Geschäftserfolg eines Shops tut der höhere Versandpreis allerdings keinen Abbruch. Kunden, die einen besonderen Artikel suchen und im Ausland fündig werden, sind durchaus bereit, die Transportleistung entsprechend zu honorieren, wenn denn die Leistung stimmt. Bei Hermes etwa profitieren Auftraggeber und Endkunden auch beim Auslandsversand von zahlreichen Services und einem PaketShop-Netz mit europaweit 36.000 Annahmestellen.“

Serviceleistungen: Zustellung gegen Unterschrift besonders wichtig

Auch verschiedene logistische Services wurden im Rahmen der Umfrage bewertet. Als wichtigsten Service wählten die befragten Versandhändler die Zustellung gegen Unterschrift auf Platz 1 des Rankings (54,1 %). Das Ergebnis erklärt sich unter anderem vor dem Hintergrund, dass seit 1. Januar 2014 die Zustellung der Ware auch bei Lieferungen ins EU-Ausland durch den Empfänger bescheinigt werden muss. Die Durchführung mehrerer Zustellversuche (50,0 Prozent) sowie ein lückenloses, grenzüberschreitendes  Track & Trace (45,9 Prozent) wählten die befragten Shopbetreiber auf die Plätze 2 und 3.

Sie sind Blogger oder Redakteur? Gerne stellen wir Ihnen die ausführlichen Umfrageergebnisse zur Verfügung. Eine E-Mail an presse@hermes-europe.eu genügt. Weitere Infos entnehmen Sie bitte unserer offiziellen Pressemitteilung.

 

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