Franziska Schaefer

Darf ich vorstellen: Die HAMBURGER CAMERATA

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Kategorie: Gastbeiträge & Interviews, Mitarbeiter & LebenVeranstaltungen & Events


Klassische Musik in der Hamburger Camerata CC by ndrwfgg Andrew Fogg flickrHaben Sie schon mal ein Interview geführt? Ich noch nicht. Ich habe sie bisher nur gelesen. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit einmal die Seite zu wechseln. An einem Mittwochnachmittag traf ich den Geschäftsführer der HAMBURGER CAMERATA, Robert Hille, in Norderstedt unweit der Hermes Zentrale, um ihm ein paar Fragen rund um das bekannte Hamburger Kammerorchester, seine Besucher sowie seinen Aufgabe als Geschäftsführer zu stellen.

Meine Interview NotizenHerr Hille, was ist die HAMBURGER CAMERATA?
Robert Hille:
Das Kammerorchester ist seit mehr als 25 Jahren Teil der Musikstadt Hamburg. Unsere Aktivitäten und Kooperationen unseres Musikhauses reichen weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus, so dass sich das Programm aus Konzerten auf bedeutenden Festivals und Konzertpodien, aber auch aus selbst veranstalteten Abonnements-, Familien- und Elbwichtel-Konzerten zusammensetzt.

Wie sind Sie zur Klassik und damit zur HAMBURGER CAMERATA gekommen?
Robert Hille: Durch meinen Vater. Der Besuch der Oper “Tannhäuser“ mit ihm in der Hamburger Staatsoper war für mich ein Schüsselmoment und letztendlich ausschlaggebend für mein Studium. Ich habe in Saarbrücken und in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) ein klassisches Diplom-Musikstudium mit der Violine als Hauptinstrument absolviert und war dann Lehrbeauftragter und Marketingmitarbeiter der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Seit 2007 bin ich Geschäftsführer der HAMBURGER CAMERATA.

Welche Musik hören Sie gern in Ihrer Freizeit?
Robert Hille: Die Bandbreite reicht von der Klassik über Pop-Musik bis hin zum deutschen Schlager. Neulich sah ich ein Konzert von Helene Fischer im TV. Eine wirklich beeindruckende Show mit vielen Effekten, die man so aus der Schlagerwelt nicht zwingend kennt.(lacht) Meine Freizeit besteht aber nicht nur aus Musik. Ehrenämter, Reisen in die USA, nach England und nach Sylt begeistern mich immer wieder. Den Ausgleich zur Arbeit finde ich beim Joggen um die Alster – egal zu welcher Jahreszeit!

Welche Aufgaben haben Sie als Geschäftsführer der HAMBURGER CAMERATA?
Robert Hille: Aktuell beschäftigt mich die Saisonplanung ab Herbst 2013 / 2014. Die Planungen für die Saison 2012 / 2013 sind bereits abgeschlossen. Ein besonderes Saisonhighlight war das Auftaktkonzert des jungen Schweizer Dirigenten Simon Gaudenz. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn als Chefdirigenten und damit als Leiter unseres traditionsreichen Kammerorchesters gewinnen konnten.

Die HAMBURGER CAMERATA ist für ihre außergewöhnlichen Konzerte bekannt. Die Verknüpfung von Moderne und Tradition, sowie Länderschwerpunkte und Crossover-Projekte gehören zu ihrem Profil. Die ca. 50 Konzerte pro Jahr bedürfen einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung, um die Markenzeichen des Orchesters unserem Publikum vermitteln zu können.

Neben diesen Themen sieht sich die HAMBURGER CAMERATA aber auch als Instanz der Förderung von jungen Musikern, so dass wir auf vielen Ebenen den musikalischen Nachwuchs unterstützen und einbinden. Es besteht hier beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Musikleben.

Zentrale Aufgabe ist die Suche nach neuen Kooperationspartnern, das Werben um neue Fördervereinsmitglieder, sowie weitere Sponsoren und Stifter zu finden, die aus Überzeugung die HAMBURGER CAMERATA unterstützen wollen.

Ist so die Kooperation oder Verbindung zu Otto entstanden?
Robert Hille:
Otto ist als Hamburger Unternehmen ebenfalls im Bereich der sozial-lokalen Verantwortung unterwegs und unterstützt zum Beispiel die Staatliche Jugendmusikschule am Mittelweg. Wir freuen uns sehr, dass wir Otto schon vor Jahren als Sponsor und Förderer für die HAMBUGER CAMERATA gewinnen konnten.

Welches Publikum treffe ich, würde ich heute ein Konzert der HAMBRUGER CAMERATA besuchen?
Robert Hille: Der naheliegenden Vermutung, dass es sich bei unseren Konzertbesuchern auch um ein älteres Publikum handelt, kann ich nicht widersprechen.(lacht) Wir versuchen durch attraktive Angebote auch junge Leute und Kinder ins Konzert zu locken. Es gibt inhaltliche und preisliche Angebote für Kinder, und in der Pause des bevorstehenden Weihnachtskonzerts die Gelegenheit, sich die Instrumente aus nächster Nähe anzuschauen. Wir versuchen aus dem vermeintlich Gewöhnlichen etwas Besonderes zu gestalten. So kann durch die Auswahl einer ungewöhnlichen Location für ein Klassikkonzert das Interesse an dieser Musik wieder belebt werden.

Vielen Dank für Ihre Zeit und die Beantwortung meiner Fragen. Eine abschließende Frage noch zu den nächsten Events. Was gibt es in der nächsten Zeit zu sehen oder vielmehr zu hören? ;)
Robert Hille: Da die Weihnachtszeit vor der Tür steht, kann ich das Festliche Weihnachtskonzert unter der Leitung unseres Chefdirigenten Simon Gaudenz und mit einem hinreißenden Weihnachtsengel, der norwegischen Sopranistin Lina Johnson, am 08.12.2012 um 15 Uhr in der Laeiszhalle Hamburg sehr empfehlen. Im neuen Jahr, am 16.02.2013, gibt es dann ein Event für die Kleinen. Ebenfalls im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg wird das musikalische Kindermärchen von Sergej Prokofjew „Peter und der Wolf“ mit Eva Habermann als Sprecherin aufgeführt. Der Klassiker unter den Familienkonzerten schlechthin.

Mein Tipp: Ein Besuch auf www.hamburgercamerata.com lohnt sich also in jedem Fall. Einige erste Eindrücke liefert zudem der neue Imagefilm.

 

Also dann, rein in den feinen Zwirn und ab geht’s ins Konzert in der HAMBURGER CAMERATA! ;-) 

Bis Bald, Ihre Franziska


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