Tina Breske

Hype oder Revolution? Aktuelle Studie zur Akzeptanz von Zustell-Robotern, Drohnen & Co.

Verfasst von: | 1 Kommentar
Kategorie: slider, Technologie & InnovationTransport & Logistik


Sind Zustell-Roboter, Drohnen und Co. wirklich abstrakte Zukunftsmusik oder können sich Konsumenten die Umsetzung bereits vorstellen?

Aktuelle Studie „Klick“ auf einen Blick

Durch das wachsende Onlinehandelsvolumen und steigende Kundenerwartungen müssen immer mehr Pakete in immer kürzerer Zeit bewegt werden. Die Zustellung wird damit zum Nadelöhr. Neue Konzepte wie die Belieferung per Roboter oder Drohne sollen zukünftig Abhilfe schaffen. Aber wie werden diese Trends von Online-Shoppern bewertet? Die Kurzstudie „Klick auf den ersten Blick. Wie Onlinehändler Kunden richtig ansprechen und mit Versand- und Lieferservices für sich gewinnen“ gibt Einblick.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

80 Prozent der Online-Shopper möchten Ihre Pakete zu Hause empfangen. Doch die Realität sieht oft leider anders aus. Nur 61 Prozent der Lieferungen werden tatsächlich direkt an der Haustür dem Empfänger übergeben, die restlichen müssen an Packstationen oder PaketShops oder bei den Nachbarn abgeholt werden. In der Großstadt betrifft dies sogar fast jede zweite Bestellung. Um diese Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen, arbeiten Logistikdienstleister und E-Commercler an alternativen Zustellkonzepten. Hier ein kurzer Überblick:

  • Paketkästen

Paketkästen für Einzelfamilienhäuser oder Paketkastenanlagen für Mehrfamilienhäuser ermöglichen den Empfängern ihre Pakete direkt an der Haus- bzw. Wohnungstür entgegenzunehmen, egal zu welcher Zeit.

  • Pakettaschen

Pakettaschen funktionieren ähnlich wie Paketkästen. Nur das es sich bei den Taschen um faltbare Boxen handelt, die an der eigenen Wohnungstür befestigt werden.

  • Kofferraumbelieferung

Bereits im Test ist auch die Lieferung in den Kofferraum des eigenen Autos, den der Zusteller innerhalb eines definierten Zeitfensters öffnen kann.

  • Zustellung per Drohne

Drohnen könnten dem täglichen Straßenverkehr entgehen und die Bestellung bequem per Luftweg liefern an einem vom Empfänger gewünschten Ort. Vor allem zur Belieferung von entlegenen Orten wie Inseln oder kleinen Ortschaften ohne gute Straßenanbindung wird diese Art der Zustellung bereits getestet.

  • Zustellung per Roboter

Ein Roboter übernimmt die Zustellung auf der letzten Meile und bringt auf Zuruf Pakete bspw. vom nächstgelegenen PaketShop direkt zur Haustür des Empfängers.

Egal ob Drohne, Roboter, Paketkästen oder Kofferraumbelieferung – trotz der für Online-Shopper oft noch abstrakt wirkenden Konzepte, ist das Interesse an den alternativen Zustelloptionen vorhanden. Vor allem die bodenständigen Optionen, und hier insbesondere Paketkästen für Mehrfamilienhäuser, kommen laut Studie gut an, gefolgt von Paketkästen für Einfamilienhäuser und Pakettaschen.

Smart Consumer und Heavy Online-Shopper bewerten all diese innovativen Zustellkonzepte noch positiver als der Durchschnitt. Smart Consumer benutzen laut Studiendefinition das Smartphone intensiv und werden als Early-Adopter verstanden. Sie geben so Aufschluss über das Konsumentenverhalten von morgen und bewerten die Zustelloptionen je mit 5-10 Punkten mehr als die Gesamtstichprobe.

Auch wenn viele der vorgestellten innovativen Zustellkonzepte gerade erst in der ersten Testphase stecken und deren flächenweite Verbreitung noch Zukunftsmusik ist, wird ihr Mehrwert für den Empfänger bereits gesehen. Je mehr sich innovative Zustellformen etablieren, desto eher werden sie auch zukünftig vom Online-Shopper erwartet werden. Händler sollten die Entwicklungen genau beobachten, um rechtzeitig auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren zu können.

Über die Studie

Die Kurzstudie “ „Klick“ auf den ersten Blick – Wie Onlinehändler Kunden richtig ansprechen und mit Versand- und Lieferservices für sich gewinnen“ wurde vom ECC Köln gemeinsam mit Hermes umgesetzt. Für die Studie wurden rund 1.000 Online-Shopper befragt. Im Fokus der Studie stehen folgende Schwerpunkte:

  • Wie und wo informieren sich Online-Shopper vor dem Kauf im Netz?
  • Welche Rolle spielen Marktplätze und Social Media?
  • Wie können Onlinehändler bei Versand und Lieferung punkten?
  • Wie bewerten Online-Shopper innovative Zustellkonzepte?

 

Die komplette Kurzstudie steht hier zum kostenlosen Download bereit:

www.hermesworld.com/create-ecommerce


1 Kommentar

  1. Evi1M4chine am 13. Oktober 2017 um 17:06 Uhr | Antworten

    Zustelldrohnen werden schlicht aufgrund der physikalischen Gesetze niemals eine gute Lösung sein, und sind nur ein dümmlicher hype „weil’s grad cool ist, und wir wollen doch soo sehr cool wirken!“.

    Fliegen kostet immer exponentiell mehr Energie, ist also immer teurer, hat also am Markt keine Chance, konkurrenzfähig zu sein, außer für Express-Kunden die zuviel Geld in der Tasche haben, und zuwenig Hirn im Kopf, um im Voraus zu denken.
    Und diese Kunden haben bei der natürlichen Selektion keine Chance, sterben also weg. Schon wegen dem vergleichsweisen Geldmangel der sich zwangsweise einstellt, wenn der Geldtopf in den sie gefallen waren um sich dies leisten zu können wieder leer ist.

    Dazu kommt noch, wie leiche eine solche Drohne funkgestört, gefangen, oder beklaut werden kann. Da kann jedes Schulkind mit seinem Handy, etwas Alufolie, einem großen Stock, o.ä.

    Eine bessere Lösung ist da eine fahrbare Paketststation! Ohne Fahrzeugraum, mit vandalismussicheren Fächern und Verifikation z
    B. via Kartenleser/Pass-Leser mit Passwort/PIN o.ä. was jeder hat.
    Gibts ja schon. Nur so ’ne DHL-/Amazon-Paketstation in einen autonomen Transporter einbauen, fertig. Dank großer Fläche und langsamer Geschwindigkeit sogar voll solarbetreibbar für die meiste Zeit des Jahres.
    Kommt jeden $wochentag zum Haus, und online kann man immer schauen wo er grad ist (z.B. Nachts an der Tanke die Straße runter), und dort ein Paket aufgeben. Fillialen brauchts dann auch nicht mehr.
    Und der Preis sinkt dann so, daß man kaum noch arbeiten muß, um es sich zu leisten. Das gilt irgendwann für fast alle Branchen. Ergo werden „Arbeitsplätze“ auch immer mehr ein Ding der Vergangenheit und ewig gestrigen und des Viehs der Raubkapitalisten.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Ihr erster Kommentar auf unserem Blog freigeschaltet werden muss! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Kommentare zu diesem Artikel als RSS-Feed abonnieren