Ina Mecke

Hamburg kommt im Süden an – Spatenstich in Bad Rappenau

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Kategorie: Hermes Aktuell, Technologie & Innovation, Transport & LogistikVeranstaltungen & Events


Die Sonne strahlte beim Spatenstich des neuen Hermes Logistik Centers (LC) in Bad Rappenau am 7. Juli 2016. Seit Mitte Mai entsteht dort im Herzen Baden-Württembergs auf rund 65.000 Quadratmetern eines der größten Hermes Logistik Center Deutschlands. Bad Rappenaus Oberbürgermeister Hans Heribert Blättgen, Dirk Rahn, Hermes Germany Geschäftsführer Operations, und Andreas Mattner, Managing Director des ECE, gaben mit dem Spatenstich das symbolische Startzeichen für den Bau.

Es war das schnellste Baugenehmigungsverfahren in der 52-jährigen Geschichte der Hermes Schwestergesellschaft ECE Projektmanagement. Nur zehn Wochen nach der Antragstellung lag die Baugenehmigung für das neue Hermes Logistik Center in Bad Rappenau vor. Dabei liefen die ersten Verhandlungen zwischen Hamburg und der baden-württembergischen Kreisstadt bereits vor sechs Jahren. “Schon damals war Bad Rappenau aufgrund seiner geographischen Lage und der guten Verkehrsanbindung unser absoluter Wunschstandort” betont Dirk Rahn. Allerdings klappte die Umsetzung damals aus verschiedenen Gründen nicht. Heute ist das LC Bad Rappenau das erste von neun neuen Standorten innerhalb des umfangreichen Zukunftsprogramms, bei dem wir bis 2019 über 300 Millionen Euro in den Neubau bzw. die Erweiterung bestehender Logistik Center investieren. Ab Mai 2017 soll dort ein riesiges Zustellgebiet von fast 34.000 Quadratkilometern abgedeckt werden und 205 neue Arbeitsplätze entstehen.

Onlinehandel wächst weiter

Nötig war der neue Standort unter anderem aufgrund des rasant wachsenden Onlinehandels, der die Paketbranche florieren lässt. Um den Kundenansprüchen auch in Zukunft weiterhin gerecht werden zu können und die Zustellzeiten zu verkürzen, sind die Standorterweiterungen essentiell. 35 Millionen Euro wurden allein für den Neubau in Bad Rappenau investiert.

Nachhaltigkeitspreis für den Standort

Wie immer hat Hermes auch diesmal großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und dafür bereits die “Gold”-Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit erhalten. Zum einen wird der Standort komplett barrierefrei. Darüber hinaus achten die Projektplaner besonders auf Umweltaspekte. Als erstes Unternehmen überhaupt ist Hermes schon im Vorfeld auf den Naturschutzbund NABU zugegangen, um den Bau und die Fläche optimal umweltschonend und nachhaltig zu gestalten. Dirk Rahn freut sich darüber, dass es künftig auf etwa 20 Prozent des Geländes “ordentlich grünt und blüht und sich auch Käfer, Vögel und Fledermäuse wohlfühlen”.

Auf gute Nachbarschaft!

Oberbürgermeister Blättgen freut sich besonders über die neuen Arbeitsplätze, die der Standort mit sich bringt. Neben Aspekten der Nachhaltigkeit stehen für Hermes auch die Bürger und die Gemeinde im Fokus. Obwohl das Unternehmen tief im Norden verwurzelt ist, will es auch im Süden ankommen. Dirk Rahn ist die gute Nachbarschaft besonders wichtig: “Wir wollen hier nicht die Zugezogenen bleiben, sondern uns als Unternehmen aktiv in das Gemeindeleben einbringen”. Geplant sind unter anderem Hermes-Stände auf dem Stadtfest und die Kooperation mit der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, die bereits Interesse äußerte, auf dem Hermesgelände künftig Übungen durchzuführen.

Trotz aller Offenheit betonte Rahn, dass das Unternehmen seine “norddeutsche Mentalität beibehalten” werde. Oberbürgermeister Blättgen entgegnete lachend, dass das kein Problem sei: “Wir sind hier sehr tolerant!”

Die Eröffnungsfeier ist übrigens schon jetzt geplant: Voraussichtlich am 27. April 2017 werden in Bad Rappenau die Korken knallen. Dann soll es dort schon so aussehen:

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Lesen Sie auch die Kolumne unseres Geschäftsführers Operations bei Hermes Germany, Dirk Rahn, zum Start des bundesweiten Bauprogramms


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