Startseite Trenner Jobs & Karriere Trenner „Die Firma ist wie eine Familie“: Im Gespräch mit den Generalunternehmern Haci Soylu und Bekir Dogan (Fa. Quickly Transporte GmbH)
Ina Mecke

„Die Firma ist wie eine Familie“: Im Gespräch mit den Generalunternehmern Haci Soylu und Bekir Dogan (Fa. Quickly Transporte GmbH)

Verfasst von: | Keine Kommentare
Kategorie: Jobs & Karriere, Mitarbeiter & Leben, Transport & Logistik


Ein Paket legt auf seiner Reise vom Sender zum Empfänger in kürzester Zeit viele Etappen zurück. Davon sieht der Kunde meist nur die letzte, wenn der Zusteller die Sendung an der Haustür übergibt. In der Zustellung arbeitet Hermes deutschlandweit mit rund 360 Generalunternehmern zusammen, die die Paketzustellung in der Region abwickeln. Wir waren zu Gast bei der Firma Quickly Transporte in der Nähe von Stuttgart.

Die Niederlassung Stuttgart ist eine der bundesweit sendungsstärksten Hermes Niederlassungen. Deshalb kümmern sich hier auch gleich sechs Generalunternehmer als lokale Zustellpartner darum, die Pakete von der Niederlassung zum Kunden zu transportieren. Einer dieser Unternehmer ist Haci Soylu. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Bekir Dogan leitet er die Firma Quickly Transporte, die täglich tausende Hermes Sendungen im Raum Stuttgart abwickelt. Ich traf die beiden auf ihrem Firmengelände in Ludwigsburg für ein Interview.

Hermes Generalunternehmer Haci Soylu und Bekir Dogan

6.000 Sendungen täglich

Die 2.000 Quadratmeter große Halle teilt sich in zwei Ebenen. Von den ca. 6.000 Sendungen, die hier täglich in die Zustellung gehen, werden die meisten mit Hilfe einer automatischen Bandanlage im unteren Teil der Halle abgewickelt. Der obere Teil, in dem immerhin rund 2.000 Sendungen am Tag bearbeitet werden, wird derzeit noch ausgebaut, um gegebenenfalls noch mehr Sendungen umschlagen zu können. Die Professionalität, mit der mir das Unternehmerteam begegnet, ist beeindruckend. Sie sind stolz auf ihre Firma – und das ganz zu Recht.

Wie lange arbeiten Sie schon hier in Ludwigsburg?

Dogan: “Die Halle in Ludwigsburg haben wir letztes Jahr eröffnet. Vorher waren wir in Ditzingen. Dort haben wir 2009 angefangen für Hermes zu arbeiten, damals noch mit ca. 2.000 Sendungen pro Tag. Anfangs fanden wir die Halle in Ditzingen sehr groß, aber im Laufe der Zeit wurde es immer enger. Deshalb mussten wir uns vergrößern – und sind umgezogen. Der neue Standort ist infrastrukturell sehr gut angebunden und die Halle ist sogar dafür ausgelegt, weit mehr als die jetzige Sendungsmenge abzuwickeln.”

Heute bearbeiten Sie bereits rund 6.000 Hermes Sendungen pro Tag. Wie viel mehr ist da noch möglich?

Soylu: “Mit einer gewissen Vorbereitungszeit könnten wir noch zwei- bis dreitausend zusätzliche Sendungen pro Tag zustellen.”

Wie viele Sendungen wickeln Sie insgesamt ab?

Dogan: “Neben Hermes stellen wir noch für weitere Logistikunternehmen zu, wobei wir nur für Hermes eine eigene Halle haben. Sendungen von Hermes machen derzeit etwa dreißig Prozent unserer Gesamtsendungsmenge aus. Insgesamt arbeiten wir hier vor Ort mit über 200 Personen zusammen.“

Haben Sie eine besondere Strategie, ihre Mitarbeiter langfristig zu binden?

Dogan: “Für uns ist es wichtig, dass sich die Kollegen, die für uns oder in unserer Firma arbeiten, wohlfühlen und gerne hierherkommen. Deswegen hat das soziale Engagement bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Um nur ein Beispiel zu nennen: Es gibt hier Kaffeeautomaten, die rund um die Uhr kostenfrei von allen genutzt werden können. Wir verwenden nur Qualitätskaffee. Wer einen Cappuccino trinken möchte, nimmt ihn sich. Wir möchten unseren Mitarbeiten zeigen, dass sie uns etwas wert sind.”

Soylu: “Ein- bis zweimal im Monat geben wir auch ein Frühstück aus. Im Sommer grillen wir regelmäßig und alle zwei bis drei Monate gibt es eine Versammlung, in der auch Probleme besprochen werden können. Wir machen keine Unterschiede in den Hierarchien. Jeder wird gleich behandelt. Es geht hier sehr familiär zu.”

Also bestimmen die Mitarbeiter auch mit?

Dogan: “Grundsätzlich ja. Jeder, der eine Idee hat, kann sie äußern. Wir hören zu und nehmen das Feedback ernst.”

Soylu: “Und genau deshalb kommen die Mitarbeiter auch zu uns, wenn sie mal Schwierigkeiten haben. Die lösen wir dann gemeinsam.”

Dogan: “Für uns ist so ein Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ganz normal. Denn nur wenn sich die Mitarbeiter wohlfühlen und gerne für uns arbeiten, dann liefern sie auch gute Qualität. Und davon profitieren nicht nur wir, sondern auch Hermes, schließlich ist der Zusteller ja ein wichtiges Aushängeschild für das Unternehmen.“

Und wie ist die Zusammenarbeit mit Hermes?

Dogan: “Einmal im Monat gibt es ein ‚Unternehmergespräch‘, bei dem wir alles mit dem uns betreuenden Hermes-Mitarbeiter besprechen. Ansonsten klappt auch die Kommunikation über E-Mail und Telefon sehr gut.”

Herr Soylu und Herr Dogan zeigen mir nach dem netten Interview ihre Halle und ich staune. Der Enthusiasmus, mit denen die beiden ihre Firma leiten, scheint sich tatsächlich auf die Mitarbeiter zu übertragen. Überall wird man mit einem freundlichen Lächeln begrüßt. Mit Sicherheit hat diese Arbeitseinstellung auch ihren Teil dazu beigetragen, dass die Sendungsmenge in Stuttgart zugenommen hat, denn Herr Dogan hat recht: Der Zusteller ist das Aushängeschild für einen Paketdienst. Und wenn die Kunden mit dem Service zufrieden sind, bestellen und versenden sie auch in Zukunft über Hermes.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn Soylu und Herrn Dogan für das Gespräch und die gute Zusammenarbeit und wünschen für die nächsten Jahre weiterhin alles Gute.


  Gefällt dir der Artikel?

Kommentare sind geschlossen.


© Hermes Germany GmbH