Ina Mecke

KEP-Studie 2013: Der Kurier-, Express- und Paket-Markt wächst weiter

Verfasst von: | Keine Kommentare
Kategorie: Technologie & InnovationTransport & Logistik


Wer kennt das nicht? Da hat man etwas im Internet bestellt und am nächsten Tag klingelt es an der Tür und ein Zusteller bringt das Paket. Dieser Vorgang gehört bei vielen Menschen in Deutschland genauso zum Alltag wie der tägliche Blick in den Briefkasten. Gerade durch den Online-Handel hat die Kurier-, Express und Paket-Branche (kurz KEP-Branche) in den letzten Jahren enorm zugelegt.

BIEK LogoEine aktuelle Marktanalyse im Auftrag des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste e.V. (BIEK) – die KEP-Studie 2013 – hat ergeben, dass die Branche im Jahr 2012 erneut um 3,5 Prozent gewachsen ist. Eine Erfolgsgeschichte, die seit Jahren anhält. Denn alleine in den letzten fünfzehn Jahren ist das Transportvolumen um 51 Prozent gestiegen.

Die Studienergebnisse im Überblick – was die KEP-Logistik alles leistet:

1. Service für den Verbraucher

Mit Hilfe der ausgeklügelten Technik sind die Möglichkeiten der KEP-Logistik in den letzten Jahren fast grenzenlos geworden. Für den Endverbraucher bedeutet das vor allem schnelle und flexible Sendungszustellung und umfassenden Service. Das reicht von der taggleichen Anlieferung von Medikamenten, der Paket-Zustellung in einem Zeitfenster (zum Beispiel nach dem Feierabend) oder der Lieferung von Bestellungen nach Wunschtermin, bis hin zu der Zustellung an die Arbeitsstelle oder an einen PaketShop um die Ecke. Jedes Paket, jede Sendung kann elektronisch verfolgt und bei Bedarf auch nach Kundenwunsch umgeleitet werden. Und dieser Service wird immer weiter verbessert, denn es wird auch immer mehr Ware im Internet bestellt – rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche. Online-Shopping hat im Jahr 2012 sogar 52 Prozent Anteil des KEP-Gesamtmarktes und damit 8 Milliarden Euro Umsatz ausgemacht. Und da die Tendenz steigt, sind Endverbraucher und Unternehmen in Zukunft noch stärker auf eine leistungsstarke und flexible Logistik angewiesen.

2. Wettbewerbsvorteile für den Unternehmer

KEP-Logistik beinhaltet nicht nur die schnelle Paketzustellung an Verbraucher, sie ist auch ein wichtiger Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen. Denn täglich werden Waren flexibel und schnell rund um den Globus transportiert und an Firmen und Einzelhändler geliefert. Vor allem die kleinen Unternehmer sind es, die von der KEP-Logistik profitieren. Durch die schnelle Lieferung bei Bedarf, können sie mit größeren Konkurrenten mithalten ohne langfristig Waren einlagern zu müssen. Damit können sie ohne Verluste schnell auf Marktveränderungen reagieren, sparen Kosten ein und vergrößern ihren Umsatz.

3. Umwelt und Nachhaltigkeit

Trotz des enorm gestiegenen Transportvolumens ist der Umweltschutz ein fundamentaler Aspekt der KEP-Branche. Zwar sorgen einerseits die steigenden Kraftstoffkosten dafür, dass die Unternehmen auf geringen Verbrauch Wert legen. Andererseits ist das Umweltbewusstsein generell im Fokus der Aufmerksamkeit, sowohl bei Unternehmen als auch bei den Verbrauchern. Und die Umweltbelastung nimmt trotz steigenden Dienstleistungen ab. Auch hier ist es wieder der Technik zu verdanken, dass die Routen der Paketzusteller in den letzten zwanzig Jahren so optimiert wurden, dass der CO2-Ausstoß je Sendung um 28 Prozent gesunken ist. Durch die Bündelung der Transporte wird das Ladevolumen der Transporte optimal ausgelastet und Leerfahrten werden vermieden. Mit Nachhaltigkeits-Projekten und der Förderung von alternativen Transportmöglichkeiten profitieren Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen.

4. Job- und Umsatzmotor

Die KEP-Industrie hat den anderen Branchen derzeit einiges voraus. Mit einem Umsatz, der seit dem Jahr 2000 um 55 Prozent gestiegen ist, ist der KEP-Markt in den letzten zwanzig Jahren fast doppelt so rasant gewachsen wie die deutsche Gesamtwirtschaft. Laut Expertenmeinung wird dieser Wachstumstrend weiterhin anhalten. Diese Dynamik spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen wieder. So hat die KEP-Branche im vergangen Jahr einen neuen Rekord erlebt. Die Zahl der Beschäftigten stieg auf 190.800 Arbeitsplätze. Das sind 31.000 Arbeitsplätze mehr als noch im Jahr 2002. Und das ist noch nicht alles. Je tausend KEP-Beschäftigten werden weitere 960 Arbeitsplätze außerhalb der KEP-Branche generiert.

So ein kontinuierlicher Beschäftigungsanstieg ist aktuell nur bei einigen wenigen Unternehmensdienstleistern zu beobachten. Wenn der wirtschaftliche Trend weiter anhält, wird der KEP-Markt auch in Zukunft ein wichtiger Job- und Umsatzgenerator in Deutschland bleiben.

Aktuelle Studien und Veröffentlichungen des BIEK im Überblick


Kommentare sind geschlossen.