Ina Mecke

Tags die Kinder, nachts am Band – Wie eine junge Mutter Familie und Nachtschicht meistert

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Kategorie: Gastbeiträge & Interviews, Jobs & KarriereMitarbeiter & Leben


Die Nachtschicht bei Hermes am Band ist zweifelsohne ein anstrengender Job, das habe ich am eigenen Leib erfahren. Es bedeutet, dass der gesamte Tages- und Nachtrhythmus völlig auf den Kopf gestellt wird. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Sofern man tagsüber schlafen kann. Doch was macht man als Mutter von drei Kindern, wenn man nachts raus muss, um zur Arbeit zu fahren, aber am nächsten Tag die Familie zu versorgen hat?

Kristin (34) arbeitet seit anderthalb Jahren als Aushilfskraft in der Hermes Niederlassung Erfurt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Linni (3), Henri (5) und Tamia (9) im Landkreis Gotha. Ich traf sie, um mit ihr über die Familie, die Arbeit und den ganz normalen Wahnsinn im Alltag zu sprechen.

Kristin @ Hermes Niederlassung Erfurt

Kristin, wir kennen uns jetzt seit knapp zwei Jahren. Mit dir zusammen am Band zu arbeiten, war für mich immer das Highlight in der Nachtschicht. Wie machst du das, dass du immer so gut drauf bist, wenn du zur Arbeit kommst?

“Danke für das Kompliment, das geht mir aber mit dir genauso. Es ist ja so, dass ich nur drei Nächte in der Woche arbeiten muss, da ich den Job auf Aushilfsbasis mache. Und wenn ich nachts los muss, packe ich immer ein paar Süßigkeiten ein, die ich dann mit ans Band nehme und an die Kollegen verteile. Damit erhellt man die Stimmung ein bisschen.”

Stimmt. Das mit den Süßigkeiten war eine gute Idee. Abgesehen davon, dass ein paar Süßigkeiten fehlen: Wie sehr merken denn deine Kinder, wenn du nachts nicht da bist? Bekommen sie mit, dass du da arbeitest?

“Meine Kinder sind ja erst zwischen drei und neun Jahre alt und schlafen schon längst, wenn ich los muss. Die merken im Normalfall gar nicht, dass ich weg bin, denn wenn sie aufstehen, bin ich ja wieder zurück, habe ihnen das Frühstück gemacht und bringe sie zum Kindergarten, beziehungsweise in die Schule. Wenn das erledigt ist, habe ich Zeit zum Schlafen bis ich sie wieder abhole. Ich kann mir den Tag so einteilen, dass ich insgesamt genug Schlaf bekomme.”

Gibt es da auch manchmal Probleme im Ablauf?

“Natürlich hat man bei kleinen Kindern oftmals das Problem, dass sie hin und wieder krank werden. Ich versuche dann so weit es geht trotzdem zu arbeiten. Nachts kümmert sich mein Mann um die Kinder. Das Problem ist allerdings, dass ich am Tag weniger Zeit zum Schlafen habe, sobald ein Kind zu Hause bleibt. Aber deswegen habe ich mir meine Arbeit inzwischen so eingeteilt, dass ich keine zwei Nächte hintereinander arbeiten muss, damit ich notfalls mal durchmachen kann. Und wenn es gar nicht geht, springt auch mal ein Kollege für mich ein. Das versuche ich aber zu vermeiden.”

Wäre in deiner aktuellen Situation ein normaler Tag-Job überhaupt denkbar?

“Nein. Der Grundgedanke mit der Nachtschicht war ja, dass rund um die Uhr jemand für die Kinder da ist. Und da mein Mann tagsüber arbeitet, ist dieser Job bei Hermes eine gute Lösung und organisatorisch am besten machbar. Jedenfalls solange die Kinder noch klein sind. Ich hoffe, dass ich bei Hermes noch eine Weile auf Aushilfsbasis arbeiten kann, denn momentan ist das für mich optimal.”


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