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Daniela Kirchner

9. Barcamp Hamburg: Interaktion und Inspiration

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Kategorie: Hermes Aktuell, Technologie & Innovation, Veranstaltungen & Events


Am 13.11. und 14.11.2015 trafen sich die Teilnehmer des Barcamp Hamburg auf dem Otto Group Campus. Das Barcamp Hamburg ist eines der größeren seiner Art und fand bereits zum 9. Mal statt. Für mich war es zwar nicht der erste Besuch einer solchen Veranstaltung, wohl aber die erste Teilnahme an eben diesem besonderen Barcamp in Hamburg. Dieses Format hat es mir sehr angetan und darum möchte ich diese Erfahrung teilen.

Barcamp Hamburg 2015Doch zunächst: Was ist ein Barcamp?
Bei einem Barcamp kommen Menschen mit verschiedensten Interessen und unterschiedlichen persönlichen wie beruflichen Hintergründen zusammen um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Im Gegensatz zu einer Konferenz mit fester Agenda entsteht das Programm eines Barcamps spontan zu Beginn der Veranstaltung und wird durch die Teilnehmer selbst gestaltet. Daher spricht man auch von einer Unkonferenz oder Ad-hoc-Nicht-Konferenz. (vgl. Wikipedia, Barcamp Hamburg)

Der Ablauf: Sessionplanung und Austausch
Für mich startete das Barcamp erst am zweiten Tag. Nachdem sich alle Teilnehmer in den Räumlichkeiten der Otto Group eingefunden hatten begann um 10 Uhr der offizielle Teil des Treffens. Mit Bezug auf die schrecklichen Ereignisse in Paris in der vorangegangenen Nacht gedachten alle Teilnehmer zunächst  allen Menschen weltweit, die unter Terror, Krieg oder Katastrophen leiden müssen. Anschließend stellten diejenigen, die einen eigenen Themenvorschlag zu einer Session hatten, ihren Beitrag kurz allen anderen vor. Durch Handzeichen wurde das Interesse an dem Thema ermittelt und ein Raum in entsprechender Größe für die Anzahl der Interessenten gewählt. So entstand der Sessionplan für den Tag:

Barcamp Sessionplan

„Mittendrin statt nur dabei“, war meine Devise, weshalb ich selbst eine Session zum Thema „Location Based Delivery“ angeboten habe. Doch bevor meine eigene Session dran war, wollte ich Beiträge der Anderen erleben:

„Was Kinder heute alles im Netz machen“ hieß die erste Session. Zwei 11-jährige Mädchen aus Hamburg haben in einer Frage-Antwort-Runde Einblicke in ihr Smartphone Nutzerverhalten gewährt. Ich lernte, ab der 5. Klasse hat eigentlich jeder ein Smartphone und sämtliche Kommunikation läuft über WhatsApp, auch die zu schulischen Themen. Dennoch entscheiden Kinder auch ab und zu das Smartphone beiseite zu legen und zwar nicht nur, wenn es wie in die der Schule verlangt wird, sondern auch dann, wenn sie mit Freunden unterwegs sind und der direkte Kontakt wichtiger ist.

Als nächstes durfte ich mehr über die Entstehung des Netzwerkes Hamburg Startups erfahren, deren Veröffentlichungen und Events ich verfolge. Die Gründerin Sanja Stankovic berichtete von der Entstehung während des Reeperbahn Festivals, dem ungeahnten schnellen Wachstum, dem heutigen Portfolio sowie aktuellen Herausforderungen von Hamburg Startups. Interessant fand ich die Definition eines Startups. Dazu gibt es nämlich die unterschiedlichsten Auffassungen. Ein Startup ist demnach bis zu sieben Jahre alt und hat ein neuartiges Geschäftsmodell, welches skalierbar und in der Regel technologiebasiert ist. Diese Beschreibung trifft auch auf die Startups in unserem eigenen Hermes Startup Screening zu.

In meiner Session zu „Location Based Delivery“ wollte ich herausfinden, ob und warum jemand Interesse an dem Service haben könnte und was dabei zu beachten wäre. Der Kerngedanke bei Location Based Delivery ist, dass der Empfänger sich GPS-gesteuert über eine App tracken lässt und das Paket bzw. der Zusteller automatisch den Weg zum Empfänger findet.  Interessanterweise hatte keiner der Teilnehmer ein Problem damit, seinen Aufenthaltsort, wenn auch zeitlich begrenzt, tracken zu lassen. Doch obwohl  der Service vor allem im B2B Bereich für Techniker und Handwerker auf Baustellen bereits heute von Interesse ist, erwartet aktuell noch niemand die 100%ige Bequemlichkeit. Wichtiger ist es den Teilnehmern, dass Services zur WunschZustellung weiter ausgebaut werden. Das Feedback aus der Session werde ich in zukünftige Überlegungen zu Location Based Delivery einfließen lassen.

Als Abschluss-Session hatte ich mir eine Debatte zur Frage „Wie leben wir 2040?“ ausgesucht. Die Diskussionen drehten sich um Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Ethik. Vor allem der Austausch zu Smart Cars, d.h. selbstfahrende Autos, führte zu lebhaften und interessanten Auseinandersetzungen. Wer Wetten auf die Zukunft abschließen möchte, dem wurde die Website www.longbets.org empfohlen.

Wiedersehen im nächsten Jahr zum 10. Barcamp Hamburg
Gern hätte ich noch mehr Sessions besucht, darunter zu Rugby 101, Atmen und Energie tanken, Katastrophenjournalismus, barcamp@your company und Quantified Self. Insofern teile ich das allgemeine Feedback der anderen Besucher, dass es eigentlich zu viele spannende Beiträge gab. Da gibt es nur eins: Im nächsten Jahr am 11.11./12.11.2016 wieder dabei sein. Denn darin waren sich alle einig: Nächstes Jahr soll das 10. Barcamp Hamburg stattfinden. Da es sich um ein freiwilliges ehrenamtliches Engagement der Organisatoren handelt, ist das Barcamp Hamburg immer auf Sponsoren angewiesen und freut sich über Unterstützer. Auch wenn mir Vergleiche fehlen, möchte ich ein großes Lob und herzliches Dankeschön an das gesamte Organisationsteam um Vivian Pein aussprechen.

Alle Interessierten können sich bei Twitter einen Eindruck vom 9. Barcamp Hamburg verschaffen.

Herzlichst,
Ihre Daniela Kirchner


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