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Mika Häkkinen

Mika Häkkinen Kolumne zum Großen Preis von Österreich

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Kategorie: Formel 1


In dieser Saison berichte ich in Deutschland exklusiv für den Hermes Mika Häkkinen zur Formel 1 Saison 2014 im Hermes Blog Logo kleinBlog Mika Häkkinen zur Formel 1 Saison 2014 im Hermes BlogMika Häkkinen zur Formel 1 Saison 2014 im Hermes Blog Logo kleinvon den Formel-1-Grand Prix. Am letzten Wochenende war ich in Spielberg und habe im folgenden Interview für Sie das Rennen analysiert:

Ihr Protegé Valtteri Bottas kletterte letzten Sonntag zum ersten Mal in einem Formel 1-Rennen auf das Siegerpodest. Was sagen Sie zu Valtteris Leistung?

Phantastisch, eine großartige Leistung von Valtteri und auch vom ganzen Williams Rennstall. Valtteri ist ein Fahrer, der in der Lage ist, ein ganzes Team mitzuziehen. Das war das erste Mal seit vielen Jahren, dass ein neuer finnischer Fahrer bei einem Formel-Rennen auf das Podest stieg. Es war toll, Valtteri dort erstmalig stehen zu sehen.

Waren Sie sehr überrascht, dass die Williams-Wagen in Österreich so gut liefen?

Das war überhaupt keine Überraschung. Die derzeitige Stärke von Williams zeigt, dass ihre Wagen auf unterschiedlichen Strecken gut laufen. Es ist erfreulich zu sehen, dass Williams wieder das Niveau erreicht hat, das sie vor Jahren hatten. Über Williams spricht man jetzt viel mehr als beispielsweise über Ferrari oder McLaren.

Glauben Sie, dass sich Bottas mit einer anderen Taktik noch besser hätte platzieren können?

Meiner Meinung nach war der dritte Platz für Valtteri das bestmögliche Ergebnis. Das Tempo von Mercedes ist nach wie vor besser als bei den anderen, aber Williams war in Österreich ein sehr guter Kontrahent. Sehr interessant wird es sein zu sehen, ob Williams auch bei dem nächsten Rennen in Silverstone der stärkste Gegner von Mercedes sein kann. Ich denke, dass die Williams Wagen auch für die dortige Strecke sehr gut geeignet sind.

Kann Bottas’ Platz auf dem Siegerpodest einen Einfluss auf seine Zukunft haben? 

Das ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum zu beantworten. Aber sehr positiv war dabei ja auch, dass Valtteri erneut seinen Teamkollegen Felipe Massa besiegen konnte, und dabei darf man nicht vergessen, dass der Brasilianer keineswegs ein schlechter Fahrer ist. Schließlich war er nahe dran, die Weltmeisterschaft 2008 zu gewinnen. Schön zu beobachten, wie positiv Massa auf den dritten Platz von Valtteri reagierte. Es ist wirklich gut, dass die beiden Williams-Fahrer sich gegenseitig unterstützen, obwohl sie sehr gut wissen, dass ein Fahrer immer als erstes versucht, seinen eigenen Teamkollegen zu besiegen.

Die Probleme von Ferrari setzen sich von einem Rennen zum nächsten immer weiter fort. Wie sehen Sie jetzt die Lage von Ferrari?  

Meiner Meinung nach gerät Ferrari immer mehr in die Situation, dass irgendwann einer der beiden Fahrer wechselt. Die Kommentare, die Fernando Alonso abgibt, hören sich mehr und mehr danach an, dass er nicht mehr lange bei Ferrari bleibt. Alonso hat selbst aber durchgehend einiges geleistet, auch gegen Kimi Räikkönen will ich nichts sagen, auch wenn er ständig gegen seine Teamkollegen verliert.

Waren Sie überrascht, wie schlecht Red Bull auf der eigenen Stecke zurecht kam?  

Das war schon ein ziemliches Scheitern, zumal man bedenkt, dass Daniel Ricciardo das letzte Rennen in Kanada gewonnen hatte. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, dass der Wagen von Sebastian Vettel derzeit dauernd kaputt geht. Unglaublich.


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