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Katja Schott

Entwicklungsprogramm – Wie ein jahrzehntealtes Instrument Antworten auf aktuelle Fragen der Personalentwicklung geben kann

Verfasst von: | 1 Kommentar
Kategorie: Hermes Aktuell, Jobs & Karriere, Mitarbeiter & Leben, Transport & Logistik


Als ich im Mai diesen Jahres bei Hermes begann, wurde mir gleich in der ersten Woche gesagt: „Du betreust zukünftig unser TU EP! Das für die NL startet schon nächste Woche. Was TU sind? Na, die sind die Schnittstelle zu unseren SAT! Quasi die unterste FK-Ebene im Außendienst… “ Aha! Alles klar, oder!? Im Laufe der letzten Monate haben sich so einige Fragezeichen geklärt und deshalb will ich einmal ganz in Ruhe beschreiben, warum wir EPs haben, was das ist und was ich damit zu tun habe…

Warum Entwicklungsprogramme für Führungskräfte?

In Zeiten von „War of Talents“ und „Fachkräftemangel“ gewinnt die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche Studien belegen, dass in Deutschland gute Fachkräfte immer schwerer zu finden sind und der „Krieg“ um die besten Köpfe härter wird. Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey wird es bereits 2020 einen Engpass von 2 Mio. Fachkräften in Deutschland geben. Das bedeutet, die Ressource „Mensch“ gewinnt an Bedeutung. Neben der Frage „Wie kommen wir an gute Leute?“ geht es auch um Herausforderungen wie: Wie bilden wir neue, gute Mitarbeiter in firmenspezifischen Besonderheiten aus? Wie fördern und entwickeln wir sie? Und wie schaffen wir es, die gut ausgebildeten Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden und langfristig zu halten? Personalentwicklungskonzepte liefern Antworten auf diese Fragen.

Warum Entwicklungsprogramme bei Hermes?

Bei Hermes hat man sich sehr früh der Frage gestellt, wie neue Führungskräfte im Außendienst, der Organisation „in der Fläche“ außerhalb der Zentrale, die Hermes Welt kennen lernen können, wie sie bei ihren ersten Schritten in der neuen Funktion begleitet und weiterentwickelt werden und wie man es schafft, dass neue Kollegen sich mit dem Unternehmen und den Kollegen identifizieren. Wie erreicht man es, dass dieses blaue Blut neue Kollegen infiziert?

Die Entwicklungsprogramme für den Außendienst haben eine lange Tradition, Generationen von Führungskräften in den dezentralen Außendienst-Strukturen haben diese Programme in den letzten Jahrzehnten durchlaufen, lange bevor die Welt über den „War of Talents oder den „Fachkräftemangel“ diskutiert hat. Es ist dem Unternehmen wichtig, Führungskräfte im Außendienst konsequent in die Hermes Welt einzuführen. Sie werden im Rahmen der Entwicklungsmaßnahmen adäquat auf neue Positionen vorbereitet, ihre Schlüsselkompetenzen werden gefördert und sie werden fit gemacht für aktuelle und zukünftige Herausforderungen unserer Branche.

Wer geht da hin?

In diesem Jahr nehmen an den Entwicklungsprogrammen 10 neue Niederlassungsleiter (NL), Leiter Betrieb (LB) und Leiter Unternehmerbetreuung (LU) teil sowie 21 Teamleiter Unternehmerbetreuung (TU). Die Niederlassungsleiter sind die verantwortlichen Führungskräfte vor Ort für die einzelnen deutschlandweit 58 eigenen Depots von Hermes.

Ihnen zur Seite stehen an der Spitze einer Niederlassung ein Leiter Betrieb, der sich um die Führung des Lagerbereichs kümmert sowie ein Leiter Unternehmerbetreuung, der die Verantwortung für die Betreuung der Hermes Vertragspartner trägt. Ihm unterstellt sind die Teamleiter Unternehmerbetreuer (TU), die als wichtige Zielgruppe ein eigenes Entwicklungsprogramm durchlaufen. Die Aufgaben eines Teamleiters Unternehmerbetreuung ranken sich rund um die Steuerung der Satellitenunternehmen (SATs), also der in Deutschland mehr als 400 durch die Vertragspartner betriebenen kleineren Depots. Sie managen damit eine der wichtigsten Schnittstellen bei Hermes.

Worum geht‘s?

Das Themenspektrum der Entwicklungsprogramme reicht von allgemeinem Basiswissen wie Gefahrgutrecht, Arbeitsrecht und Nachhaltigkeit/Umwelt über Hermes spezifische Themen im Modul „Hermes Know-how“ bis hin zum Ausbau von Soft Skills in den Bereichen Kommunikation, Gesprächsführung, Präsentation und Zeit- und Selbstmanagement. Gerade für die Niederlassungsleiter ist nicht zuletzt die Auseinandersetzung mit dem Thema „Führung“ ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungsprogramme.

Begleitet werden die Programme on-the-job durch einen strukturierten Einarbeitungsplan sowie regelmäßige Feedbackgespräche mit den Vorgesetzten.  Das Programm dauert 12 Monate und wird mit einer Abschlusspräsentation durch jeden Teilnehmer beendet. Wir von Seiten des Hermes Development & Training verantworten, konzipieren und planen die Programme inhaltlich und organisatorisch und begleiten die Teilnehmer während des Jahres in ihrer Entwicklung.

Im September 2012 fand der erste Block des diesjährigen TU Entwicklungsprogramms zu Themen rund um Kernaufgaben eines TUs statt. Interne Referenten, alte „Hermes Hasen“, gaben den frischgebackenen TUs ihr Know-how zu Themen wie „Was ist beim Qualitätsaudit zu beachten?“ oder „Was bedeutet wirtschaftliches Arbeiten eines SAT?“ weiter. Im Oktober folgte schon Block 2, der unter dem Motto „Gesprächsführung“ stand. Das Wiedersehen unter den Teilnehmern macht immer wieder Freude.

 

Und wo treffen wir uns?

Nicht zuletzt lernte ich als Ansprechpartnerin für die Entwicklungsprogramme eine ganz wichtige Kleinigkeit: Der Mittelpunkt von Deutschland liegt mehr oder weniger in Fulda! Hier treffen sich die Führungskräfte aus ganz Deutschland nämlich, wenn jeder eine gleich lange Anreise haben soll! Ich freu mich auf noch viele Reisen in die Mitte Deutschlands, um immer wieder nette und motivierte neue Kolleginnen und Kollegen aus dem Außendienst zu treffen.

Übrigens: Hier erfahren Sie mehr zum Thema Jobs & Karriere bei Hermes.


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1 Kommentar
  1. Martin Schmeißer am 26. November 2012 um 09:26 Uhr |

    Sehr schöner Beitrag, wenn ich auch den Begriff „unterste FK-Ebene im Außendienst“ gerne gegen „erste FK-Ebene im Außendienst“ ersetzt wüsste… ;-) Und es ist die falsche Gruppe abgebildet, die Koryphäen sind doch in der Gruppe II. *duckundweg*


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