Hermes Azubis

Rückblick: Übernahmeprozess bei Hermes

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Kategorie: Jobs & Karriere


Moin liebe Leser, ich bin Martin und war bis Mitte Januar 2021 Auszubildender Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung – und bin jetzt Software Developer in der Abteilung „Enabling Zusteller“ bei Hermes. Ich habe meine Ausbildung verkürzt und wurde dann direkt von Hermes übernommen, sodass ich ein wenig über den Prozess vom Azubi zum Mitarbeiter erfahren habe. Diese Erfahrungen möchte ich hier gern mit euch teilen.

Bewerbertraining

Gegen Ende der Ausbildung erhielt ich einen Termin zum Bewerbertraining. Dort wurden mir und anderen Azubis eine sehr aufschlussreiche Präsentation vorgestellt, welche die “Basics der Bewerbung” beinhaltet: Wie sollte man sprechen? Wie sollte man sich kleiden? Oder aktuell im Homeoffice: Wie sollte ich meine Kamera richtig einstellen? Diese und weitere Fragen wurden ausführlich erklärt sowie begründet, warum dies eine große Auswirkung auf den Recruiter haben könnte.

Das Wichtigste meiner Meinung nach ist aber, dass mein Gegenüber beim Bewerbungsgespräch die richtigen Fragen stellt, um möglichst genau festzustellen was für eine Art Person ich bin. Deutlich wurde dies, als ich merkte, dass sich das Übungs-Bewerbungsgespräch und mein echtes kaum unterschieden haben. Davor sollte man aber auf keinen Fall Angst haben, denn es geht nicht darum, herauszufinden, wie schlau man ist oder wie viele Erfahrungen man in seinem Gebiet hat. Man möchte schauen, ob man zu dem zukünftigen Team passt, aber insbesondere auch, in welchen Aspekten man über die Jahre wachsen kann. Dieses Wissen hat meine Einstellung gegenüber Bewerbungsgesprächen ins Positive gewandelt.

Alles in allem kann ich jedem Azubi ans Herz legen, ein Bewerbungstraining wahrzunehmen – nicht nur für die Übernahme bei Hermes, sondern auch für die Zukunft.

Bewerbung und Übernahme

Ich hatte das große Glück recht schnell schon zu wissen, in welche Abteilung ich möchte. Außerdem wusste ich auch schnell, dass diese mich auch übernehmen möchte. Du kannst natürlich auch immer nachfragen, ob deine Wunschabteilung in Zukunft plant eine Stelle zu besetzen. An einer handelsüblichen Bewerbung inkl. Lebenslauf kommt man gewöhnlich trotzdem nicht vorbei.

Mit der Einladung zum Bewerbungsgespräch kam zudem die Bitte, den Big-Five-Persönlichkeitstest durchzuführen: Auch dort geht es darum, herauszufinden was für eine Person man ist. Manchmal zeigt man euch das Ergebnis in Form von mehreren Graphen, welche die Ausprägung verschiedener Eigenschaften anzeigen, z.B. ist man eher introvertiert oder extrovertiert. Dabei muss man wissen, dass es bei diesem Ergebnis nicht um richtig oder falsch geht, sondern darum, wer man ist und wo man im Laufe der Jahre an sich arbeiten kann.

Im Gespräch selbst wurden in meinem Fall keine fachlichen Fragen gestellt, die ich hätte wissen müssen. Ich wurde beispielsweise gefragt, wie ich früher denn überhaupt dazu kam, dass ich etwas in Richtung IT machen wollte oder wie ich mich in gewissen Situationen verhalten würde. Insgesamt war es ein sehr angenehmes Gespräch.

Nach Vertragsgesprächen und nach dem Bestehen der mündlichen Prüfung ging es auch endlich los. So viel hat sich aber bei mir gar nicht verändert: Ich war bereits einige Male in der Abteilung und war auch bis zuletzt hier eingesetzt. Das bedeutete, dass ich bereits den Tag nach der Prüfung wieder wie gewohnt an meinem Laptop weiterarbeiten konnte. Dennoch fand auch bei mir wie gewohnt eine Einarbeitung, inklusive Freischaltung dutzender Berechtigungen und Lizenzen statt.
Mit Hilfe des Teams konnten aber fast alle Themen bereits am ersten Tag erledigt werden, sodass der Übergang vom Azubi zum festeingestellten Mitarbeiter sehr glatt und schnell verlief.

Pfad zur Orientierung

Insgesamt bin ich mit dem gesamten Prozess sehr zufrieden. Abschließend hier ein kleiner Pfad zur Orientierung: Findet zeitnah heraus, welche Abteilung und Tätigkeit euch am meisten begeistert und wo ihr euch eine Zukunft vorstellen könnt. Dann prüft gern, ob es in dieser Abteilung bereits offene Positionen gibt, bspw. über das Intranet oder Nachfragen. Ganz wichtig: Zeigt dem Team, dass ihr übernommen werden möchtet – dann erhaltet ihr Hilfe und Unterstützung und seid nicht ganz auf euch allein gestellt. Und als letzten Tipp:

Habt keine Angst vor dem Bewerbungsgespräch.

Ihr werdet nicht mit komplizierten Fragen durchlöchert. Ziel ist es, herauszufinden, was für eine Art Person ihr seid und deswegen würde ich euch empfehlen, immer authentisch und realistisch zu bleiben. Seid einfach ihr selbst – egal ob im Big-Five-Persönlichkeitstest oder im gesamten Bewerbungsgespräch.

Danke für’s Lesen und viel Erfolg!


1 Kommentar

  1. Christopher Seidel am 11. März 2021 um 08:32 Uhr | Antworten

    Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen

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