Eine inklusive Kooperation mit Erfolg

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Kategorie: Hermes Aktuell, Mitarbeiter & Leben, Verantwortung & Engagement


Wenn aus einem Dienstleistungsgeschäft mehr wird, kann Großes entstehen. In neuer Kooperation mit der alsterarbeit gGmbH fand das erste Seitenwechselprojekt „Erlebbare Inklusion“ statt. 

Für die Dekoration zu Weihnachten und Ostern wurden die Aufträge in den vergangenen Jahren vermehrt an die Kerzenwerkstatt der alsterarbeit, eine gemeinnützige GmbH im Verbund der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, vergeben. Durch diesen ersten Kontakt mit einer von 13 Betriebsstätten und –bereichen der alsterarbeit und dem hohen Unternehmensinteresse, Menschen mit Behinderung bei Hermes aktiv zu integrieren, sei es durch Praktika oder Hospitationen, entstand die Idee, eine Kooperation aufzubauen, die das Thema Inklusion fördert.

Initiative der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und IntegrationEin weiterer Schritt für das Thema Inklusion einzustehen, lag in der offiziellen Unterzeichnung des ‚Letter of Intent: Wir nehmen Kurs auf Inklusion!‘ der Stadt Hamburg im Rathaus am 22. April 2015, eine Initiative der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration.

Erlebbare Inklusion baut Barrieren ab
Gemeinsam mit den Kollegen der alsterarbeit wurde der Ansatz eines ‚Seitenwechsels‘ zwischen Hermes und alsterarbeit entwickelt. Dieser ‚Seitenwechsel‘ sollte jedoch nicht auf Führungskräfteebene umgesetzt werden, wie es klassischerweise umgesetzt wird, sondern mit Beschäftigten der alsterarbeit und Hermes Auszubildenden als Teilnehmer. Das Projekt mit dem Namen „Erlebbare Inklusion“ entstand.

Das war und ist unser aller Ansatz mit dieser Idee: Wir möchten Barrieren abbauen und ein natürliches Miteinander fördern. Und wie kann das besser erreicht werden, als dass man in die Welt des anderen eintaucht, Kontakte schafft und die Arbeit seines Gegenübers besser versteht?

Die Seiten werden gewechselt
Auftaktveranstaltung
Bei einer vorherigen Auftaktveranstaltung haben sich alle Teilnehmer des Projekts kennengelernt. Dadurch waren erste unbekannte Hürden genommen und das Projekt konnte beginnen. Seitens Hermes nahmen drei Auszubildende und eine duale Studentin an dem Projekt teil, auf Seiten der alsterarbeit haben sich 11 Personen als mögliche Teilnehmer gemeldet – ein wirklich toller Start!

Die Seiten werden gewechseltEnde April sind vier Hermes Azubis in die Welt der alsterarbeit eingetaucht. Hier wurden an vier Tagen jeweils zwei unterschiedliche Betriebsstätten wie alsterkontec, alsterpaper oder  alsterspectrum besucht. Hier hatten unsere Azubis direkten Kontakt mit den täglichen Aufgaben, die die Beschäftigten vor Ort ausüben, hatten Zeit Fragen zu stellen und die Welt der alsterarbeit persönlich näher kennenzulernen. Ein Azubi war zum Beispiel überrascht, wie viel Spaß Töpfern macht, da er sich in seiner Ausbildung vorwiegend der IT-Welt widmet und auch privat noch nicht getöpfert hatte. Auch die Bereiche Lager & Logistik und Versand waren spannend für zwei unserer Auszubildenden, da sie unmittelbaren Vergleich zur Hermes Logistik stellen konnten. Auch unsere duale Studentin hatte große Freude, den IT-Bereich der alsterarbeit zu besuchen und konnte an der einen oder anderen Stelle noch Tipps geben.

Also: ein gelungener erster Teil des Seitenwechsels!

Teilnehmer der alsterarbeit erkunden die Hermes Welt
Mitte Mai war es dann soweit, dass die Beschäftigten der alsterarbeit zu Hermes kamen. Da dies überhaupt zum allerersten Mal passierte, dass ein Unternehmen so eine große Gruppe von alsterarbeit hospitieren ließ, waren alle Teilnehmer sehr aufgeregt und gespannt, was sie wohl erwarten würde. Die erste Hürde bestand in der frühen Anfahrt an die Niederlassung Hamburg, denn es wurde sich bereits um 5 Uhr getroffen! Trotz Müdigkeit waren alle Teilnehmer begeistert und sehr wissensbegierig, was die Abläufe an der Niederlassung anbelangten.

Teilnehmer der alsterarbeit erkunden die Hermes Welt

In den beiden darauffolgenden Tagen konnten sieben der 11 Beschäftigten der alsterarbeit weitere Einblicke in die Welt der Hermes nehmen. Die Hermes Azubis standen ihnen während der Zeit zur Seite. Zwei Teilnehmer der alsterarbeit sind zum Beispiel bei einem Hermes Servicetourenfahrer mitgefahren, um die Retouren an den Paketshops in Hamburg abzuholen. Unser Mitarbeiter sagte danach: „Die beiden haben so toll und selbständig mitgearbeitet! Bei den Mengen an  Paketen wäre ich ohne die Hilfe nicht so schnell fertig geworden!“

Ein Beschäftigter interessierte sich zudem für die Tätigkeiten in der Verwaltung und hatte sich Einblicke in die Buchhaltung gewünscht. Somit war er zwei Tage in der zuständigen Fachabteilung, wobei ihm unser Azubi die Tätigkeiten erklärte und ihn bei der Umsetzung unterstützte. Die Pausen verbrachten die zwei mit anderen Azubis und man hätte meinen können, dass der alsterarbeit Teilnehmer ein Hermes Kollege ist.

Nun ist das erste Kooperationsprojekt zwischen der alsterarbeit und Hermes abgeschlossen – vielen Dank an dieser Stelle an alle Mitwirkenden sowie Teilnehmer – und wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte.

Herzliche Grüße,

Ihre Saskia Bloch


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