Hi zusammen,
ich bin Kjell und befinde mich im 3. Lehrjahr meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei Hermes Germany. Ein echtes Highlight meiner Ausbildungszeit war meine Auslandsreise während der Ausbildung: Zwei Wochen Finnland im Rahmen des Erasmus+ Programms – eine Erfahrung, die ich jedem weiterempfehlen kann, der während der Ausbildung internationale Luft schnuppern möchte.
Warum eine Auslandsreise während der Ausbildung so besonders ist
Für viele Azubis ist Erasmus eine einmalige Chance, über den Tellerrand hinauszuschauen. Auch für mich war es ein großer Schritt: Neue Menschen, neue Kultur, ein komplett anderes Lernumfeld und ein Projekt, das unseren technischen und kreativen Skills einiges abverlangt hat.
Gerade wenn du über eine Ausbildung bei Hermes Germany nachdenkst, ist es spannend zu wissen, welche Möglichkeiten dir hier offenstehen – wie eben solche Erasmus-Auslandsaufenthalte.
Start in Hamburg und Wochenende in Helsinki
Unsere Reise startete am Hamburger Flughafen, von wo wir nach Helsinki geflogen sind. Gleich am ersten Wochenende erkundeten wir die Stadt bei einer geführten Tour.
Was mich dort besonders beeindruckt hat: das unterirdische Tunnelsystem Helsinkis, das als Schutzraum dienen kann. Für mich war es spannend zu sehen, wie durchdacht Städtebau sein kann – etwas, das man so im Alltag einer Ausbildung eher selten sieht.
Schulprojekt in Turku
Nach dem Wochenende ging es weiter nach Turku, wo wir an der Partnerschule RASEKO zwei Wochen lang an einem Erasmus-Projekt arbeiteten.
Zusammen mit finnischen Schüler*innen entwickelten wir im Design-Thinking-Prozess eine innovative Lösung für ein bekanntes finnisches Verpackungsunternehmen.
In gemischten Gruppen arbeiteten wir zwei Wochen lang intensiv an einem Lösungskonzept. Unsere Gruppe entschied sich für eine Hardwarelösung in Kombination mit einer iPhone-App. Innerhalb der Projektzeit konnten wir unsere Idee erfolgreich ausarbeiten und umsetzen. Besonders spannend war für mich die Zusammenarbeit mit den finnischen Schüler*innen, da wir nicht nur fachlich, sondern auch kulturell voneinander lernen konnten. Diese praxisnahe Projektarbeit hat mir unglaublich geholfen, meine technischen Fähigkeiten auszubauen und meine Teamarbeit zu stärken – genau das, was eine gute Ausbildung ausmacht.
Wintererlebnis in Rovaniemi
Am zweiten Wochenende reisten wir nach Rovaniemi im Norden Finnlands.
Dort erlebten wir noch einmal einen ganz anderen Kontrast zum bisherigen Aufenthalt. Die Landschaft wirkte wie ein echtes Winterparadies – verschneite Wälder, klare Luft und eine beeindruckende Ruhe.
Ich entschied mich gemeinsam mit einigen Mitschüler*innen für eine Schneemobil-Tour. Diese Aktivität war definitiv eines der Highlights der Reise. Die Weite der Landschaft und die besondere Atmosphäre Lapplands bleiben mir lange in Erinnerung.
Projektabschluss und Präsentation
Am Sonntag ging es zurück nach Turku in die letzte Woche unseres Aufenthalts. Dort arbeiteten wir an den finalen Details unseres Projekts und bereiteten die Abschlusspräsentation vor. Am Ende stellten wir unsere Lösung in einer Art Messeformat vor. Jede Gruppe präsentierte ihre Idee, erklärte ihr Konzept und beantwortete Fragen – ähnlich wie auf einer kleinen Innovationsmesse.
Am Freitag traten wir schließlich die Rückreise nach Hamburg an.
Mein Fazit
Ich bin sehr dankbar, diese Möglichkeit bekommen zu haben. Die Erasmus+ Reise hat mir nicht nur Einblicke in die finnische Kultur gegeben, sondern auch meine fachlichen und persönlichen Fähigkeiten erweitert.
Besonders wertvoll waren für mich:
– die internationale Teamarbeit
– das praxisnahe Arbeiten an einem realen Unternehmensprojekt
– neue Perspektiven auf Problemlösungen durch Design Thinking
– sowie die Erfahrung, in einem anderen Land zu lernen und zu leben
Für mich war diese Erfahrung ein Highlight meiner Ausbildungszeit – und ein Schritt, der mich beruflich wie persönlich weitergebracht hat.


